Seelenpferd

Ich habe mir noch nie grosse Gedanken darüber gemacht, was hinter dem Begriff Seelenpferd eigentlich genau steckt. Man sieht es immer öfter auf den sozialien Plattformen als #Seelenpferd. Ich selbst habe ihn auch schon verwendet wenn es um meinen Harley ging. Ganz intuitiv und ohne Hintergedanken.


Erst der Artikel von Karen Sailer, welcher ich letztens gelesen habe, hat mir die Augen geöffnet. Sprachlos und gerührt sass ich vor diesem Text und konnte mich zu 100% identifizieren.
Tatsächlich war es seit Kind auf immer mein Lebenstraum ein eigenes Pferd zu besitzen. Am liebsten einen Mustang.


Bis vor ein paar Monaten war es mich aber nur vergönnt jeweils die "Reitbeteiligung" zu sein. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch. Ich habe so wunderbare Pferde kennen und lieben gelernt, wie auch die jeweiligen Besitzer. Aber es ist nicht zu vergleichen mit dem Gefühl, als ich Harley das erste Mal auf der Website sah. Ich wollte eigentlich kein Pferd. Meiner Meinung nach, war der Zeitpunkt nicht der Richtige. Und doch war ich fasziniert und vom ersten Augenblick drehten sich meine Gedanken nur noch um ihn. Nachts träumte ich von ihm, wie wir gemeinsam über die Wiesen und den Wald galoppieren. Und es fühlte sich so echt und richtig an. Und als ich ihn dann das erste Mal live sah, war es um mich geschehen. Und wer uns heute zusammen sieht, weiss: die gehören zusammen.


Dieses unbeschreibliche Glücksgefhühl von Freiheit, wenn man das erste Mal ohne Sattel auf dem eigenen Pferd durch den Wald reitet. Dieses Gefühlt gibt mir Harley. Nur jemand der dies selbst schon einmal erleben durfte, weiss wie es sich anfühlt. Der Moment wenn man sich auf den blanken Pferderücken setzt und man beim Anreiten die Muskeln und diese unbändige Kraft unter dem eigenen Po fühlt. Einfach der Wahnsinn. Heute sass ich nun zum zweiten Mal ohne Sattel auf Harley. Er reagiert unglaublich sensibel auf die kleinsten Gewichtsverlagerungen und auf Stimmkommandos. Und manchmal habe ich das Gefühl er verstehe jedes Wort. So auch heute. Er stand etwas weit weg von der Steigaufhilfe. Da meinte ich nur zu ihm: wenn du willst, dass ich aufsteige, dann musst du schon einen Schritt näher kommen. Und siehe da, ohne mein weiteres zutun, machte er einen grossen Schritt auf mich zu schaute mit dem Kopf in Richtung Rücken. Als wollte er fragen: reicht dies so? Freudestrahlend stieg ich auf und auch da bleibt er mittlerweile schön stehen und wartet darauf das ich ihn kraule. Erst auf das Kommando "voran" läuft er dann los. Pure Freude:-).