Wer erfindet denn so was?!

06. Januar 2019

Heute waren wir das erste Mal in der Halle. Ist ja schon gut und recht, dass es trocken und ohne Wind ist, aber Wände wohin man blickt. Wer hat sich den sowas ausgedacht?!

Zuerst durfte ich mir alles in Ruhe anschauen und beschnuppern. Da hat Sandra immer echt viel Geduld. Und ich liebe es nun mal an einem neuen Ort erst einmal mit den Nüstern alles zu erkunden.

Danach haben wir etwas Bodenarbeit gemacht und ich habe mich voll und ganz konzentriert.

Halt! Was war denn das? Ein Tor ging irgendwo auf und ein Pferd wurde vorbei geführt aber ich konnte es nicht sehen. Aufgeregt blieb ich stehen und schnupperte. Sogleich kam ein Wiehern von draussen. Ah, vermutlich wurden die Pferde von der Weide geholt, die hatten wir ja vorhin beim Vorbeigehen draussen stehen sehen.

Ach, ich will unbedingt schauen gehen. Sandra ist da aber anderer Meinung und möchte weiterarbeiten. Ich versuche mich zusammen zu reisen und konzentriere mich noch 5min auf sie. Dann wird der Lärm draussen aber immer lauter und immer mehr Pferde wiehern und da ist es um meine Konzentration geschehen. Aufgeregt bleibe ich stehen und recke den Kopf und wiehere zurück. Leider passiert mir dann auch ein Malheurchen.

Kopfschüttelnd geht Sandra mit mir zum nächsten Stallboy und sammelt alles von mir ein. Und ich muss dabei mitlaufen, dabei würde ich doch viel lieber zu den anderen Pferden.

Kaum haben wir den Stallboy in der Schubkarre gelehrt, passiert mir schon wieder ein Malheur. Wieder muss ich mit und den Boy holen. Echt jetzt?! Das nervt! Wütend schüttle ich den Kopf. Sandra zupft energisch am Halfter…ups, schon wieder ein Malheur. Langsam werde ich richtig ungehalten. Aufgebracht mache ich einen Schritt auf Sandra zu. Sie macht sich aber sofort gross und schimpft mit mir. Oje, das wollte ich doch gar nicht. Unbewusst hatte ich die Ohren angezogen. Es war nicht so gemeint. Sofort bleibe ich ruhig stehen und lasse mich kraulen. Dürfen wir nun bitte, bitte raus? Endlich verlassen wir diese doofe Halle. Ich bin immer noch aufgebracht aber auch erschrocken ab meiner Reaktion. So heftig wollte ich gar nicht reagieren. Der Weg durchs Dorf gleicht einem Spiessrutenlauf. Ich bin so aufgeregt, dass plötzlich alles gefährlich ist und ich immer wieder zusammen zucke. Erst im Stall kann ich mich langsam beruhigen. Genüsslich schiebe ich meinen Kopf in den Sack mit Heu und lasse mich kraulen...